
Chengdu ist eine Stadt voller Kontraste. Moderne Wolkenkratzer treffen hier auf jahrhundertealte Tempel, lebhafte Märkte und auf ruhige Parks. Doch das Highlight für viele sind die weltberühmten Pandas, die man hier hautnah sehen und beobachten kann.
Chengdu hat uns begeistert, aber auch etwas überwältigt. Damit dich die Stadt genauso in ihren Bann zieht und du deinen Aufenthalt in vollen Zügen genießen kannst, findest du in diesem Beitrag die schönsten Sehenswürdigkeiten, kombiniert mit praktischen Reisetipps zu Übernachtung, Tickets und Fortbewegung.
Übrigens: Wir haben Chengdu im Rahmen unserer China-Rundreise besucht. Wenn du wissen möchtest, was wir darüber hinaus noch gesehen und erlebt haben oder du auf der Suche nach weiterer China-Inspiration bist, dann lies dir unbedingt unseren Beitrag China-Rundreise: Die perfekte Route mit den schönsten Sehenswürdigkeiten & Tipps durch.

Chengdu kann man grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen, doch je nach Jahreszeit zeigt sich die Stadt von einer ganz eigenen Seite.
Im Winter liegen die Temperaturen oft um den Gefrierpunkt. Dann kann es kalt, grau und etwas ungemütlich werden.
Im Sommer steigt das Thermometer dagegen häufig auf rund 30 Grad. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht Sightseeing zu dieser Zeit deutlich anstrengender.
Besonders angenehm sind Frühling und Herbst. In diesen Monaten sind die Temperaturen mild, die Luft ist oft klarer und ausgedehnte Erkundungstouren durch die verschiedenen Viertel machen richtig Spaß.
Wir waren im April in Chengdu und fanden die Reisezeit perfekt. Die Temperaturen waren tagsüber bereits angenehm warm und wir konnten viel zu Fuß entdecken.
Das hängt davon ab, wie viel du sehen und erleben möchtest. Hier unsere grobe Orientierung:
Das Hotelangebot ist vermutlich genauso vielfältig wie die Stadt selbst. Von günstigen Hostels über komfortable Mittelklassehotels bis hin zu luxuriösen Fünf-Sterne-Häusern findet wirklich jedes Budget die passende Unterkunft.
Eine der besten Buchungsplattformen für Hotels in China ist Trip.com. Wir haben alle unsere Unterkünfte darüber gebucht und durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht.
In Chengdu haben wir im ANYEE Jinzhu Hotel übernachtet. Uns hat nicht nur das starke Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, sondern auch die geniale Lage.
Die Fortbewegung in Chengdu funktioniert am besten mit einer Kombination aus Metro, DiDi und kurzen Spaziergängen bzw. dem Leihfahrrad. Viele Sehenswürdigkeiten liegen in Vierteln, die du gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kannst. Für längere Strecken sind die Entfernungen in der Millionenstadt jedoch meist zu groß.
Die Chengdu Metro ist schnell, günstig und verbindet nahezu alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfe und den Flughafen. Die Beschilderung ist auf Chinesisch und Englisch, wodurch die Orientierung leichtfällt. Tickets bekommst du am Automaten oder über Alipay und WeChat.
Für Strecken, die nicht mit der Metro erreichbar sind, nutzt du am besten DiDi, das chinesische Pendant zu Uber. Über die App buchst du Fahrten, siehst den Preis vorab und bezahlst direkt über die hinterlegte Kreditkarte. So vermeidest du auch mögliche Sprachbarrieren mit dem Fahrer.
Weitere hilfreiche Tipps findest du in unserem Beitrag China-Reisetipps.
In Chengdu ist der Panda allgegenwärtig. Du siehst ihn überall in der Stadt, auf Souvenirs, in Shops und sogar auf manchen Zigarettenschachteln. Kein Wunder, denn nur etwa 30 Minuten außerhalb der Stadt liegt die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding, eines der bekanntesten Panda-Zuchtzentren der Welt und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Chengdu.
Gut zu wissen: Der Große Panda kommt ausschließlich im Westen Chinas vor und gilt als sehr gemütliches Tier. Ein Panda frisst bis zu 38 Kilogramm Bambus pro Tag. Sein Alltag besteht daher vor allem aus Fressen, Verdauen und Schlafen. Da sich Pandas nur langsam vermehren, waren sie lange stark vom Aussterben bedroht. Heute leben noch rund 1.900 Tiere in freier Wildbahn und etwa 700 weitere in Zoos und Zuchtstationen weltweit.
In der weitläufigen Anlage der Panda-Aufzuchtstation in Chengdu kannst du die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Neben erwachsenen Pandas gibt es auch eine Aufzuchtstation für Panda-Babys sowie ein kleines Museum über den Schutz und die Zucht dieser besonderen Tierart. Für uns war der Besuch nicht nur der Grund für unseren Aufenthalt in Chengdu, sondern auch das absolute Highlight. Es ist faszinierend, diese flauschigen Tiere zu beobachten. Wir hätten ihnen stundenlang zusehen können.
Unser Tipp für deinen Besuch: Früh da sein lohnt sich! Zum einen wegen der Fütterungszeit, zum anderen wegen der großen Besuchermengen. Der Einlass am Süd-Eingang startet bereits um 7.30 Uhr. Am besten beginnst du deinen Besuch dort, denn das West Gate öffnet erst gegen 9 Uhr.
Die beste Zeit, um die Pandas zu beobachten, ist zwischen 9 und 11 Uhr, wenn sie gefüttert werden und die Panda-Babys besonders aktiv sind.
Die Anlage ist sehr groß. Plane daher mindestens drei Stunden für deinen Besuch ein.
Tickets kaufst du am besten vorab online über Plattformen wie Trip.com oder Klook, da es vor Ort keinen klassischen Ticketschalter gibt. Für den Einlass benötigst du deinen Reisepass.
Am einfachsten erreichst du die Panda Base mit einem DiDi oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Fahre mit der Metrolinie 3 bis zur Station „Panda Avenue“ und nimm von dort den Bus 198 oder 198A.
Der Tianfu Square ist das geografische Zentrum von Chengdu und einer der wichtigsten Plätze der Stadt. Mitten in der Innenstadt gelegen, ist er außerdem ein zentraler Verkehrsknotenpunkt. Unter dem Platz kreuzen sich mehrere Metrolinien, wodurch er zu einem der wichtigsten Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs in Chengdu geworden ist.
Im Mittelpunkt des Platzes steht die bekannte Mao-Statue, die über das weitläufige Areal blickt. Für viele Reisende ist der Tianfu Square außerdem ein idealer Ausgangspunkt, um Chengdu zu erkunden, denn viele Sehenswürdigkeiten sind von hier aus schnell erreichbar.
In der Umgebung befinden sich unter anderem das Sichuan Science and Technology Museum, der Luohan-Tempel, der People’s Park sowie die bekannte Einkaufsstraße Chunxi Road mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Einkaufszentren.

Nur wenige Gehminuten vom Tianfu Square entfernt liegt der People’s Park, auch Renmin Park genannt. Die grüne Oase inmitten der Stadt ist der perfekte Ort, um das lokale Leben in Chengdu zu beobachten. Der Park wurde1911 eröffnet und ist bis heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische.
Viele kommen vor allem wegen der traditionellen Teehäuser. Auf Bambusstühlen sitzt man zusammen, trinkt Jasmintee und spielt Mahjong oder Karten.
Besonders beeindruckend fanden wir die Atmosphäre am Morgen. Dann triffst du hier viele ältere Chinesen beim Tai-Chi oder anderen Sportübungen. Häufig versammeln sich auch Gruppen, die gemeinsam singen und tanzen.
Eine besondere, wenn auch für Europäer ungewöhnliche Tradition ist die Ohrenreinigung, die im Park angeboten wird. Mit speziellen Werkzeugen reinigen „Experten“ die Ohren der Kundschaft.
Der People’s Park ist damit der perfekte Ort, um eine Pause vom Trubel der Großstadt zu machen und das entspannte Lebensgefühl von Chengdu aufzusaugen.
Eine für uns eher nachdenklich stimmende Tradition ist der Heiratsmarkt, der jedes Wochenende stattfindet. Hier suchen vor allem Eltern nach passenden Partnern für ihre erwachsenen Kinder. An Schirmen oder Tafeln hängen Steckbriefe mit Angaben zu Alter, Beruf, Ausbildung und Interessen. Meist wissen die Kinder selbst nichts davon.
Hintergrund ist das demografische Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in China. Dieses entwickelte sich unter anderem infolge der 1979 eingeführten Ein-Kind-Politik und einer früheren gesellschaftlichen Bevorzugung von Söhnen. In bestimmten Jahrgängen gibt es heute deutlich mehr Männer als Frauen, was die Partnersuche für viele erschwert. Schätzungen zufolge leben in China 31 Millionen mehr Männer als Frauen.
Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, besucht den Markt am besten zwischen 11 und 16 Uhr, dann ist hier besonders viel los.
Die Kuanzhai Alley, auch Wide and Narrow Alleys genannt, gehört zu den bekanntesten historischen Vierteln in Chengdu. Das Viertel besteht aus drei parallel verlaufenden Gassen: der Kuan Alley (Wide Alley), der Zhai Alley (Narrow Alley) und der Jing Alley. Die Anlage stammt aus der Zeit der Qing-Dynastie und wurde in den letzten Jahren aufwendig restauriert.
Heute treffen hier traditionelle Architektur und modernes Stadtleben aufeinander. In den Innenhöfen findest du kleine Boutiquen, Souvenirläden, Teehäuser sowie zahlreiche Restaurants und Streetfood-Stände mit typischer Sichuan-Küche.
Die Wide Alley wirkt etwas ruhiger und zeigt viele historische Hofhäuser. In der Narrow Alley ist deutlich mehr los mit vielen Geschäften, Bars und Cafés. Die Jing Alley hat einen moderneren Charakter mit kleinen Galerien und kreativen Shops.
Besonders am Abend lohnt sich ein Spaziergang durch die Kuanzhai Alley, wenn Laternen und Lichter die Gassen beleuchten und sich Einheimische und Reisende zwischen Restaurants und Streetfood-Ständen mischen.


Die Chunxi Road ist die bekannteste Shoppingmeile Chengdus. Von internationalen Marken über chinesische Modeketten und Elektronikläden bis hin zu Streetfoodständen und riesigen Shoppingmalls wie dem IFS (dazu später mehr) findest du hier wirklich alles.
Richtig lebendig wird es vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Überall leuchten bunte Lichter, die unterschiedlichste Musik der Straßenkünstler ist zu hören und überall herrscht geschäftiges Treiben. Wer das junge, moderne Chengdu erleben möchte, für den ist ein Besuch auf der Chunxi Road ein Muss.
Gleich nebenan liegt Taikoo Li, eine weitere moderne Shoppingmeile, die etwas weniger überlaufen ist. Hier findest du neben moderner Architektur vor allem stilvolle Boutiquen sowie viele Cafés und Restaurants, die zum Bummeln und Verweilen einladen.


Beim IFS Chengdu (International Finance Square) handelt es sich um eine große Shoppingmall im Herzen der Stadt. Das eigentliche Highlight für viele Besucher ist jedoch, wie sollte es in der Panda-Hauptstadt Chinas auch anders sein, der riesige kletternde Panda an der Fassade des Gebäudes, der sogenannte Climbing Panda.
Es scheint, als wolle die beeindruckende Panda-Skulptur gerade die Außenwand des Gebäudes hinaufklettern. Geschaffen wurde die Installation vom Künstler Lawrence Argent und gehört heute zu den meistfotografierten Motiven Chengdus.
Wenn du das Gesicht des Pandas sehen möchtest, musst du auf die Dachterrasse des Gebäudes fahren. Von dort hast du nicht nur einen tollen Blick auf die Skulptur, sondern auch auf die Einkaufsmeile.
Der Zugang zur Dachterrasse ist kostenlos und lässt sich perfekt mit einem Spaziergang über die Chunxi Road verbinden.


Der Wuhou Shrine Tempel ist Zhuge Liang gewidmet, einem berühmten Strategen aus der Zeit der Drei Reiche. Die Geschichte der Anlage reicht bis ins Jahr 223 n. Chr. zurück, als Kaiser Liu Bei im Huiling-Mausoleum in Chengdu beigesetzt wurde. Später entstand neben seinem Grab ein Tempel zu seinen Ehren. Der Gedenktempel für Zhuge Liang wurde im 4. Jahrhundert errichtet. Im Laufe der Zeit wurden das Huiling-Mausoleum, der Liu-Bei-Tempel und der Wuhou-Tempel zu einer gemeinsamen Anlage verbunden, die heute als Wuhou Shrine bekannt ist.
Beim Spaziergang durch die Höfe und Hallen fühlt man sich schnell in die chinesische Vergangenheit zurückversetzt. Traditionelle Gebäude, rote Mauern und ruhige Innenhöfe prägen das Bild der Anlage. Besonders eindrucksvoll fanden wir den Weg mit den alten Zypressen.
Der Eintritt zum Tempel kostet eine kleine Gebühr, die du direkt vor Ort bezahlen kannst.
Direkt neben dem Tempel befindet sich die traditionelle Fußgängerstraße Jinli Ancient Street, sodass sich beide Sehenswürdigkeiten ideal miteinander verbinden lassen. Kopfsteinpflaster, Holzfassaden und rote Laternen prägen das Bild und verleihen der Umgebung eine charmante, ursprüngliche Atmosphäre.
In den vielen Garküchen bekommst du lokale Spezialitäten wie scharfe Nudeln, handgemachte Dumplings oder kandierte Früchte. Kunsthandwerk und traditionelle Souvenirs findest du hier ebenfalls zu genüge.
Ja, die Jinli Ancient Street ist touristisch, aber unserer Meinung nach trotzdem einen Besuch wert. Besonders schön ist es am Abend, wenn die Laternen leuchten und die Straße in warmes Licht tauchen.
Die Chengdu Twin Towers gehören dank Social Media zu den bekanntesten Fotospots der Stadt und sind inzwischen fast zu einem Wahrzeichen Chengdus geworden. Sie befinden sich im modernen Geschäftsviertel Tianfu New Area, mit der Metro rund eine Stunde vom Zentrum entfernt.
Die beiden identischen, rund 200 Meter hohen Wolkenkratzer sind vor allem für ihre spektakuläre LED-Fassade bekannt, die erst nach Einbruch der Dunkelheit ihre volle Wirkung entfaltet. Dann verwandeln sich die Gebäude in eine riesige Leinwand, auf der bunte Lichtshows, Animationen und manchmal auch besondere Motive oder Botschaften zu sehen sind. Die Lichtinstallationen wechseln regelmäßig, sodass es immer wieder Neues zu entdecken gibt.
Rund um die Türme befindet sich ein großer Platz, moderne Einkaufszentren sowie zahlreiche Restaurants und Cafés.

Der Tower of Life ist kein klassischer Turm oder ein Gebäude, sondern ein außergewöhnliches Kunst- und Wasserbauwerk aus sechs bambusartigen Säulen. Die Installation verbindet Architektur und Natur auf eindrucksvolle Weise und befindet sich im Jiaozi Financial Business District, einem modernen Geschäftsviertel etwas außerhalb des Stadtzentrums.
Jede der Säulen ist etwa 39 Meter hoch. Nach Einbruch der Dunkelheit entfaltet die Installation ihre volle Wirkung. Dann verwandelt sich das Bauwerk in einen beeindruckenden futuristischen Brunnen mit tausenden Wasserdüsen, Lichtinstallationen und digitalen Effekten, die mit Musik kombiniert werden. Das musst du einfach mit eigenen Augen gesehen und gefühlt haben!
Außerdem ist am Tower of Life sehr besonders, dass dieser auf dem Dach des SKP Chengdu steht, einer der größten unterirdischen Shoppingmalls Asiens.
Der Komplex wurde 2022 eröffnet und umfasst rund 324.000 Quadratmeter. Große Teile der Mall liegen bis zu 12 Meter unter der Erde und bieten mehrere Ebenen mit internationalen Markengeschäften, Restaurants und Cafés.
Ein Besuch lässt sich super mit einem Spaziergang im Park auf dem Dach und einem Bummel durch die außergewöhnliche Mall verbinden.


Von der größten unterirdischen Shoppingmall Asiens geht es weiter zu einem der flächenmäßig größten Gebäude der Welt, dem New Century Global Center.
Der riesige Gebäudekomplex wurde 2013 eröffnet und umfasst eine Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratmetern.
Im Inneren befindet sich eine große Freizeit- und Erlebniswelt. Neben zahlreichen Geschäften, Restaurants und Hotels gibt es hier auch riesige Kinos, Büros, Indoorspielplätze und sogar einen großen Wasserpark mit künstlichem Sand.
Ein weiteres Highlight ist die riesige LED-Decke, die einen künstlichen Himmel darstellt und für eine besondere Atmosphäre sorgt. Dadurch wirkt es im Inneren fast so, als würdest du dich in einem eigenen kleinen Stadtviertel unter einem künstlichen Himmel bewegen.
Das Global Center liegt im Stadtteil Tianfu New Area. Ein Besuch lässt sich daher gut mit den Chengdu Twin Towers kombinieren.

Ein für uns weiterer sehr cooler Fotospot ist die Jiaozi Pedestrian Bridge im Jiaozi Financial Business District, unweit des SKP Chengdu. Die etwa 496 Meter lange Fußgängerbrücke führt über den Jinjiang-Fluss und verbindet mehrere Bereiche des modernen Geschäftsviertels miteinander.
Das Besondere ist ihr futuristisches Design. Die geschwungene Konstruktion fügt sich perfekt in die moderne Skyline der Umgebung ein.
Wir finden: Ob bei Tag oder bei Nacht, die schön beleuchtete Jiaozi Pedestrian Bridge ist immer einen Besuch wert.
Wenn du also in der Gegend unterwegs bist, solltest du hier auf jeden Fall vorbeischauen.
Deutlich traditioneller ist die Anshun Bridge, die sich direkt im Stadtzentrum befindet und ebenfalls über den Jinjiang-Fluss führt. Ursprünglich wurde sie im 13. Jahrhundert erbaut, durch einen Brand vollständig zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Die heutige Brücke ist im traditionellen chinesischen Stil gestaltet und erinnert mit ihren geschwungenen Dächern und roten Säulen an klassische chinesische Architektur.
In der Mitte der Brücke befindet sich ein edles Restaurant und ein Teehaus.
Unserer Meinung nach kommt die Anshun Bridge aus der Ferne am besten zur Geltung. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, wenn sich die goldenen Lichter im Wasser spiegeln, entsteht eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre.


Lan Kwai Fong Chengdu ist eines der modernen und zugleich bekanntesten Ausgehviertel der Stadt. Es befindet sich am Jinjiang-Fluss, nicht weit von der Anshun Bridge entfernt. Das Viertel wurde nach dem berühmten Nachtleben-Distrikt in Hongkong benannt und ist heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher.
Entlang der Straßen reihen sich zahlreiche Bars, Clubs, Restaurants und Cafés aneinander. Vor allem am Abend, meist nach 18 Uhr, wird es hier lebendig und laut, wenn Musik aus den Lokalen klingt und die Lichter der Bars und Gebäude das Viertel erhellen.
Auch wenn du keine Lust auf Party hast, finden wir, lohnt sich ein Besuch hier. Allein das Treiben zu beobachten und einen Eindruck vom jungen, aufstrebenden China zu bekommen.
Rund 120 km südlich von Chengdu befindet sich der beeindruckende Leshan Giant Buddha – ein Ort, der sich ideal für einen Halb- oder Tagesausflug eignet.
Beim Giant Buddha handelt es sich um eine etwa 71 Meter hohe und 28 Meter breite Statue, die direkt in eine Felswand gemeißelt wurde. Diese liegt malerisch am Zusammenfluss der drei Flüsse Minjiang, Dadu und Qingyi.
Der Bau begann im Jahr 713. Ein buddhistischer Mönch hatte einst die Idee, mit dem Bau des Buddhas die gefährlichen Strömungen der Flüsse zu beruhigen, da es an dieser Stelle immer wieder zu schweren Schiffsunglücken kam. Seine Hoffnung war, dass der Buddha die Wasser besänftigen würde.
Nach über 90 Jahren Bauzeit wurde die Statue schließlich fertiggestellt. Und tatsächlich hatte die Statue eine Wirkung auf die Gewässer. Durch die beim Bau entfernten Felsmassen veränderte sich die Strömung der Flüsse, wodurch die Gewässer deutlich ruhiger wurden.
Der Rundgang startet am Kopf der Statue und führt über schmale, teils steile Treppen hinunter zu den Füßen. Hier kann es schnell eng und voll werden.
Wer den Buddha in seiner gesamten Größe sehen und erleben möchte, dem empfehlen wir eine Bootsfahrt. Vom Wasser aus wirkt die Statue noch einmal deutlich imposanter und du entgehst gleichzeitig den Menschenmengen auf den Treppen.
Der Buddha ist Teil einer weitläufigen Anlage mit Tempeln, Pagoden und schönen Wanderwegen. Plane daher unbedingt genügend Zeit ein.
Am einfachsten erreichst du Leshan mit dem Hochgeschwindigkeitszug vom Bahnhof Chengdu East zum Bahnhof Leshan (ca. 45–60 Minuten).
Vom Bahnhof aus fährt in regelmäßigen Abständen der Bus K1, der dich direkt bis zum Eingang bringt.
Alternativ kannst du auch ein DiDi (vergleichbar mit Uber) nutzen – das ist die bequemste, aber auch teuerste Option.
Dein Ticket buchst du am besten im Voraus online über Trip.com oder Klook.
Unser Tipp: Komme am besten früh morgens oder später am Nachmittag, um den großen Besucherandrang zur Mittagszeit zu vermeiden.
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