16.1.2026

Oman mit Baby oder Kleinkind - Tipps, Wissenswertes & unsere Erfahrungen

Kleinkind am Strand in Oman
Beitragsübersicht

Eine Reise in den Oman mit Baby oder Kleinkind klingt für viele zunächst nach einem großen Abenteuer und genau das ist es auch, allerdings auf eine wunderbar entspannte Art.
Es erwartet dich ein Hauch von 1001 Nacht, wie beispielsweise ein funkelnder Sternenhimmel während einer Übernachtung in der Wüste, wilde Kamele, die gemütlich am Straßenrand vorbeiziehen, erfrischende Wadis, meterhohe Sanddünen, traumhafte Strände und der feine Duft von Weihrauch in der Luft. Erlebnisse, die ihr als Familie sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werdet.

Das Sultanat ist nicht nur eines der sichersten und gastfreundlichsten Reiseländer im Nahen Osten, sondern auch ausgesprochen familien- bzw. kinderfreundlich. Überall begegnet man kleinen Kindern mit großer Herzlichkeit, was das Reisen als Familie besonders angenehm macht.

Hinzu kommt, dass die medizinische Versorgung modernen westlichen Standards entspricht, was für viele Eltern bei der Wahl des Reiseziels eine entscheidende Rolle spielt.

In diesem Beitrag möchten wir dir von unseren persönlichen Erfahrungen erzählen, dir hilfreiche Tipps mitgeben und zeigen, dass das Abenteuer Oman mit kleinem Kind bzw. Baby nicht nur problemlos machbar, sondern richtig schön ist. Außerdem möchten wir dir helfen, offene Fragen zu klären und mögliche Bedenken oder Sorgen vor einer solchen Reise zu nehmen.

Kleinkind mit Kamelen im Oman

VOR DER REISE

1. ZUSÄTZLICHE IMPFUNGEN FÜR DEN OMAN

Die Entscheidung, ob du dein Baby zusätzlich impfen lässt, liegt natürlich ganz bei dir. Für die Einreise in den Oman sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Es wird jedoch empfohlen, dass Babys und Kleinkinder den vollständigen Standardimpfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) haben. Dazu gehören unter anderem Masern, Polio, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten. Zusätzlich wird häufig eine Reiseimpfung gegen Hepatitis A empfohlen.

Am besten sprichst du einige Zeit vor deiner Reise mit deinem Kinderarzt, um alle Details zu klären.

2. U-UNTERSUCHUNGEN BEIM KINDERARZT

Gerade bei einer Reise mit Baby lohnt es sich, vorab zu prüfen, ob während deiner Reisezeit eine U-Untersuchung fällig ist. Diese Vorsorgeuntersuchungen sind in Deutschland wichtig und sollten im vorgesehenen Zeitraum stattfinden.
Falls eine U-Untersuchung in die Reisezeit fällt, sprich am besten frühzeitig mit deinem Kinderarzt. Oft kannst du die Untersuchung etwas vorziehen oder entspannt nach der Reise nachholen – je nachdem, was besser passt.

Unser Tipp: Für den Fall eines medizinischen Notfalls im Ausland empfehlen wir dir, das U-Heft und den Impfpass digital zu speichern, zum Beispiel auf dem Smartphone oder in der Cloud. So hast du im Ausland alle wichtigen Infos zur Hand, ohne das Original mitnehmen zu müssen, und ein Arzt kann sich im Ernstfall schnell einen Überblick verschaffen.

3. DIE PASSENDEN UNTERKÜNFTE BUCHEN

Wir finden, gerade mit Baby oder Kleinkind ist es sinnvoll, zumindest die ersten Übernachtungen im Voraus zu buchen - besonders zur Hauptreisezeit. So ersparst du dir bei der Ankunft den Stress der Unterkunftssuche und stellst sicher, dass du etwas findest, das wirklich zu deinen Bedürfnissen und in dein Reisebudget passt.

Seit wir Eltern sind, achten wir bei der Buchung besonders darauf, dass die Unterkunft stornierbar ist. Für den Fall, dass unsere Tochter krank wird und wir dadurch nicht weiterreisen können oder wir spontan länger an einem Ort bleiben möchten.

Bei der Ausstattung sind uns vor allem ein Balkon/Terrasse oder - bei Apartments - ein separates Wohn- und Esszimmer wichtig, zusätzlich zu einem eigenen Bad, einer Klimaanlage und ausreichend Platz. So konnten wir die Abende entspannt genießen, während unsere Tochter schlief. Dank unseres Babyphones mit Kamera hatten wir sie stets gut im Blick und waren schnell bei ihr, wenn sie aufwachte.
Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass die Unterkunft zentral liegt und sich in der Nähe der geplanten Aktivitäten oder Sehenswürdigkeiten befindet. Das spart lange Wege und ist mit einem kleinen Kind einfach deutlich angenehmer.

Wir wechseln unterwegs meist zwischen Hotels und Apartments, so haben wir zwischendurch auch die Möglichkeit, uns selbst zu versorgen oder Wäsche zu waschen, was gerade bei längeren Reisen mit Kleinkind sehr praktisch ist.

Wir buchen fast immer über Booking.com, weil man dort eine breite Auswahl an Unterkünften hat sowie sehr gute Filtermöglichkeiten.

Hier eine kleine Übersicht der für uns schönsten und komfortabelsten Unterkünfte während unserer Oman Rundreise:

Gut zu wissen: Bei der Suche und Buchung von Unterkünften haben wir immer nur zwei Erwachsene angegeben, da sich unsere Tochter auch mit 2 Jahren noch gerne das Bett mit uns teilt. In vielen Unterkünften übernachten Kinder bis 2 Jahre kostenlos, oft sogar bis zum Alter von 3 Jahren, solange kein zusätzliches Bett benötigt wird.

WÄHREND DER REISE

1. LANGSTRECKENFLUG MIT BABY ODER KLEINKIND

Was haben wir uns damals für Gedanken vor unserem ersten Langstreckenflug mit Baby gemacht. Wird sie den Druckausgleich gut hinbekommen (funktioniert übrigens mit einem Schnuller oder etwas zu trinken sehr gut), wird sie schlafen und wie wir sie die lange Zeit auf engstem Raum beschäftigen könnten (sie krabbelte zu diesem Zeitpunkt schon). Außerdem machten wir uns Gedanken darüber, wie unsere Sitznachbarn reagieren würden, wenn sie häufig oder längere Zeit weinen würde. Am Ende stellte sich heraus, dass alles halb so wild war.

Jetzt, im Kleinkindalter und nachdem wir bereits einige Flüge erlebt haben und dabei Erfahrungen sammeln konnten, starten wir meist relativ gelassen. Im Grunde hat sich im Vergleich zum Fliegen mit Baby kaum etwas verändert. Nur dass sie inzwischen einen eigenen Sitzplatz hat.

Unser Tipp: Bleib gelassen. Die eigene Stimmung überträgt sich oft unbewusst direkt auf das Kind. Wenn du ruhig bleibst, ist es dein Kind meistens auch. Sieh den Flug am besten nicht als Stressfaktor, sondern als ersten Teil eures Reiseabenteuers.

Bis zum Alter von eineinhalb Jahren haben wir weder auf Langstrecken- noch auf Kurzstreckenflügen einen eigenen Sitzplatz für unsere Tochter gebucht, sie saß immer auf unserem Schoß. Bei Start und Landung wurde sie mit einem Loop Belt der Airline gesichert, einem zusätzlichen Gurt, der am Sicherheitsgurt der Eltern befestigt wird. Für uns war das völlig ausreichend.
Viele Familien buchen dennoch einen zusätzlichen Platz, um mehr Raum zu haben oder eine Babyschale nutzen zu können.

Ab dem zweiten Geburtstag ist ein eigener Sitzplatz im Flugzeug Pflicht, und dein Kind muss wie ein Erwachsener angeschnallt werden.

Viele Airlines erlauben auch für Kinder unter 2 Jahren die Mitnahme einer zertifizierten Babyschale oder eines Kindersitzes an Bord, wenn du einen eigenen Platz buchst. Wir selbst haben das noch nie gemacht, da uns die Mitnahme eines Kindersitzes an Bord zu sperrig und unpraktisch erschien.

Gut zu wissen: Die meisten Airlines erlauben zwei Sperrgepäckstücke pro Kind kostenlos z. B. Buggy + Autositz, Kinderwagen mit Babyschale + Autositz, Babyschale + Isofix-Station oder auch die Kombination mit einem kompakten Reisebett.
Am besten informierst du dich vorab direkt bei der jeweiligen Airline über die genauen Bedingungen und Kombinationen.
Wichtig: Egal, welches Sperrgepäck du mitnehmen möchtest, du musst es vor dem Flug am Schalter anmelden, auch wenn du bereits online eingecheckt hast und dein restliches Gepäck am Automaten abgibst.

Beim Thema Spielzeug möchten wir keine konkreten Empfehlungen abgeben, denn jedes Kind entwickelt sich anders und du weißt selbst am besten, womit sich dein Kind gerne beschäftigt. Wir können lediglich berichten, was wir für unsere Tochter dabei hatten und womit sie zumindest für eine Weile gut beschäftigt war.
Mit 10 Monaten waren für sie Bücher mit Gesichtern, eine kleine Puppe (besonders das Gesicht), Rasseln, Spinner-Spielzeug, bunte Stapelwürfel, etwas Sandspielzeug und alles, was Mama und Papa in der Hand hatten, besonders interessant.

Mittlerweile interessieren sie Sticker, ihre Zaubertafel, weiterhin Bücher, ihre Puppe und natürlich der Bildschirm am Sitz.

Spielzeug für eine Reise mit Kleinkind

Als wir noch mit Baby unterwegs waren, hatten wir auf Langstreckenflügen etwa 1,5 Liter Wasser für die Flaschennahrung und den Brei sowie ein paar Gläschen dabei. Wir wurden zwar an der Sicherheitskontrolle überprüft, doch als sie unsere Tochter sahen, gaben sie uns die Tasche ohne weitere Rückfragen zurück. Während des Fluges wurde uns mehrfach angeboten, sowohl die Flasche als auch die Gläschen aufzuwärmen.

Jetzt mit Kleinkind haben wir immer noch einen Liter Wasser für unsere Tochter dabei und hatten damit bislang bei der Kontrolle keinerlei Probleme.

Insgesamt haben wir festgestellt, dass das Servicepersonal an Bord äußerst zuvorkommend und aufmerksam mit den kleinsten Passagieren und ihren Bedürfnissen umgeht.

2. DIE MEDIZINISCHE VERSORGUNG IM OMAN

Die medizinische Versorgung im Oman entspricht in weiten Teilen modernen, westlichen Standards und ist für Familien mit kleinen Kindern ein großer Pluspunkt. Das Land verfügt über zahlreiche gut ausgestattete Krankenhäuser, Gesundheitszentren und private Kliniken, vor allem in und um Maskat, Nizwa und Salalah. Viele Ärzte sprechen sogar hervorragendes Englisch.

Auch Apotheken sind in den Städten weit verbreitet und gut sortiert. Dinge des täglichen Bedarfs wie fiebersenkende Mittel, leichte Schmerzmittel, Elektrolytlösungen, Verbandsmaterial oder Hautpflegeprodukte sind problemlos erhältlich. Für andere, verschreibungspflichtige Medikamente benötigst du jedoch ein Attest vom Arzt.
Trotzdem empfehlen wir, eine kleine Reiseapotheke aus Deutschland speziell für dein Kind mitzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel:

So bist du bei kleineren Beschwerden gut vorbereitet, ohne vor Ort in die Apotheke zu müssen und du weißt genau, wie dein Kind auf die gewohnten Medikamente reagiert.

Gut zu wissen: Viele Medikamente verlieren bei hohen Temperaturen ihre Wirkung. Lies dir daher unbedingt den Beipackzettel durch, vor allem wenn du deine Medikamente wieder mit nach Hause nehmen möchtest, um sie dort gegebenenfalls weiterzuverwenden.

Neben einer schnellen medizinischen Behandlung darf auch die Bezahlung der Kosten für Arztbesuche und Medikamente nicht außer Acht gelassen werden, denn dieser Punkt ist mindestens genauso wichtig. Diese Kosten werden nicht von den deutschen gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Wer über eine Reisekreditkarte verfügt, wie beispielsweise die Amex oder die Miles & More, sollte im Voraus unbedingt die Bedingungen der integrierten Reisekrankenversicherung prüfen. Wir sind mit beiden Karten unterwegs und mit den darin enthaltenen Versicherungen sehr zufrieden, daher können wir sie wirklich empfehlen.

Wer hingegen eine Kreditkarte ohne Reisekrankenversicherung, Reiserücktritts- oder Reiseabbruchversicherung nutzt, dem legen wir dringend ans Herz, sich im Voraus eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Über Check24 kannst du verschiedene Versicherungen vergleichen und die für dich passende direkt abschließen. Die Kosten sind in der Regel sehr gering pro Jahr, und im Ernstfall ist eine solche Versicherung ist Gold wert.

Unser Tipp: Achte beim Abschluss unbedingt darauf, dass ein Vollschutz ohne Summenbeschränkung enthalten ist und im Fall einer schweren Erkrankung auch der medizinisch notwendige Rücktransport abgedeckt wird.
Zudem ist es wichtig, alle Belege der medizinischen Behandlung sowie Quittungen für benötigte Medikamente, für die du in Vorkasse getreten bist, sorgfältig aufzubewahren. Nur so kannst du sie im Anschluss bei deiner Versicherung geltend machen und hast einen vollständigen Nachweis über die entstandenen Kosten.

3. ESSEN & TRINKEN FÜR BABYS IM OMAN – PRE, FOLGEMILCH, GLÄSCHEN & CO.

Über dieses Thema machen sich Eltern mit Babys vermutlich einige Gedanken, denn der Platz im Koffer ist begrenzt, Milchpulver und Babygläschen sind schwer.
Doch auch in diesem Punkt können wir dir hoffentlich die Sorge nehmen. Natürlich gibt es im Oman Pre-Nahrung, Folgemilch und Babygläschen, denn auch die omanischen Familien versorgen ihre Babys damit.

In den großen Supermärkten und Apotheken rund um Maskat, Nizwa oder Salalah findest du alles, was dein Baby braucht, sowohl lokale Marken als auch importierte, bekannte Produkte. Diese sind jedoch teurer als in Europa.

Generell empfehlen wir, zumindest für die ersten Tage Nahrung von zu Hause mitzunehmen, um dein Baby langsam an die dortigen Produkte zu gewöhnen. Bedenke, dass dein kleiner Schatz vermutlich mit leichtem Jetlag, den hohen Temperaturen und vielen neuen Eindrücken erst einmal genug zu tun hat, da ist vertrautes Essen oft eine große Hilfe.

Wer das Essen für sein Baby gerne selbst zubereitet, findet in den Supermärkten nahezu alles, was es auch Zuhause an Basics gibt wie beispielsweise Haferflocken, Nudeln, Reis, Kartoffeln, frisches Fleisch, Naturjoghurt ohne Zucker, jede Menge Obst und vieles mehr. Für die Zubereitung benötigst du jedoch eine Unterkunft mit Küche.

Wer lieber in Restaurants isst, muss sich mit Baby oder kleinem Kind ebenfalls keine Sorgen machen. Du kannst jederzeit nachfragen, ob man dir ungewürztes, extra gekochtes Gemüse oder eine einfache Beilage für dein Kind zubereiten kann. Da die Omanis sehr kinderfreundlich sind, wird dieser Wunsch in der Regel gerne erfüllt.
Was immer problemlos funktioniert, ist frisches Obst, das du wirklich an jeder Ecke kaufen kannst.

Generell gilt für uns bei Reisen außerhalb Europas die Devise: „Boil it, cook it, peel it, or forget it.“
Getrunken haben wir ausschließlich gekauftes Wasser und niemals Leitungswasser. Die Trinkflaschen unserer Tochter haben wir zwar mit Leitungswasser gewaschen, jedoch regelmäßig mit kochendem Wasser ausgespült bzw. abgekocht, um auf Nummer sicher zu gehen.

Milchpulver im Oman

4. WINDELN & FEUCHTTÜCHER IM OMAN

Windeln und Feuchttücher gibt es im Oman zur Genüge. In jedem Supermarkt, Babygeschäft oder in der Apotheke findest du unterschiedliche Verpackungsgrößen sowie verschiedene Hersteller. Die Preise sind etwas über dem europäischen Niveau. Es gibt sowohl klassische Windeln mit Tapes als auch Pants.

Schwimmwindeln sind dagegen nur selten oder gar nicht erhältlich. Deshalb empfehlen wir, eine wiederverwendbare Schwimmwindel von Zuhause mitzubringen.

Feuchttücher sind ebenfalls überall erhältlich. Je nach Marke können sie allerdings stärker parfümiert sein, als wir es von Zuhause gewohnt sind. Wenn dein Kind empfindliche Haut hat oder du stark parfümierte Produkte vermeiden möchtest, lohnt es sich, eine ausreichend große Packung mitzunehmen.

Wickeltische findest du im Oman sehr häufig, beispielsweise am Flughafen, in den Malls oder in vielen Restaurants. Trotzdem empfehlen wir, immer eine abwaschbare Wickelunterlage dabeizuhaben. Sie ist besonders hilfreich, wenn du in der Natur unterwegs bist und dein Kind nicht auf den blanken Boden legen möchtest.

Windeln im Oman

5. TÖPFCHEN ODER WC-SITZ

Ist dein Kind bereits trocken oder befindet sich gerade in der Trockenwerdphase, haben wir einen genialen Reisehack für dich. Für unsere Tochter haben wir immer einen faltbaren Toilettensitz dabei und würden nie wieder darauf verzichten wollen. Den WC-Sitz findest du hier: faltbarer Toilettensitz Kinder.

Der Sitz lässt sich einfach zusammenklappen und passt dadurch problemlos in jeden Koffer oder Rucksack. So ist er immer schnell zur Hand, wenn er gebraucht wird. Außerdem ist er sehr leicht und nimmt kaum Platz weg, was ihn perfekt für unterwegs macht.

Ähnliche Lösungen gibt es auch für Kinder, die das Töpfchen benutzen. Diese Töpfchen sind ebenfalls in einer faltbaren Reisevariante erhältlich, benötigen jedoch etwas mehr Platz. In den meisten Fällen wird zusätzlich eine Tüte oder ein Einsatz benötigt. Das faltbare Töpfchen findest du hier: Reisetöpfchen für Kinder.

Sollte während der Reise das Töpfchen oder der WC Sitz kaputtgehen oder irgendwo vergessen werden, ist das kein Problem. In größeren Supermärkten, zum Beispiel in Lulus Hypermarket, lassen sich sowohl Töpfchen als auch WC Sitze kaufen, allerdings nicht als faltbare Reisevariante.

6. WÄSCHE WASCHEN

Alle Eltern kennen es. Mit Baby oder Kleinkind fällt einfach unglaublich viel Wäsche an. Da der Platz im Koffer begrenzt ist, stellst du dir vielleicht die Frage, ob du unterwegs zwischendurch waschen oder waschen lassen kannst.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Wäsche abgeben zu lassen im Oman schnell teuer werden kann. Deshalb empfehlen wir, zwischendurch eine Unterkunft mit eigener Waschmaschine zu buchen. In vielen Ferienwohnungen und Apartments ist das problemlos möglich. Am besten setzt du bei Booking.com einfach den entsprechenden Filter. Das schont die Reisekasse und spart gleichzeitig jede Menge Gepäck.

7. SONNENSCHUTZ & MÜCKENSCHUTZ IM OMAN

Das Thema Sonnen- und Mückenschutz wird bei Kleinkindern oft nicht stark diskutiert, da sie einfach eingecremt oder eingesprüht werden. Bei Babys hingegen gehen die Meinungen deutlich stärker auseinander. Für die einen kommen ausschließlich physische Schutzmaßnahmen wie geeignete Kleidung oder Moskitonetze infrage. Andere setzen zusätzlich auf chemische Mittel wie Sonnencreme oder Mückenspray.

In Deutschland kann physischer Schutz oft ausreichend sein. Im Oman war er für uns jedoch nicht genug. Von morgens bis abends schien meist die Sonne. Natürlich nutzten wir jedes Schattenplätzchen und mieden die Mittagssonne. Dennoch war es kaum möglich, unsere Tochter den ganzen Tag im Schatten spielen zu lassen. Beim Planschen im Meer oder am Strand war sie praktisch immer der Sonne ausgesetzt. Das Gleiche galt, wenn wir unterwegs waren. Sowohl im Buggy als auch in der Trage war sie der Sonne ausgesetzt, selbst wenn wir sie zusätzlich mit einem dünnen Tuch bedeckten. Aus diesem Grund haben wir sie eingecremt, wann immer es notwendig erschien.

Im Wasser trug sie zusätzlich längere UV-Badekleidung. Etwas, auf das wir nicht mehr verzichten möchten, ist ihre Baby-Sonnenbrille. Anfangs hatten wir Bedenken, dass sie sie nicht lange tragen würde. Doch anscheinend waren ihr, wie uns auch, die Lichtverhältnisse oftmals viel zu grell, sodass sie die Sonnenbrille aufbehielt und es ihr sogar richtig Freude bereitete. Für den passenden Sitz sorgte das dazugehörige Gummiband.

Um das Risiko einer Dengueinfektion zu reduzieren, haben wir sie zusätzlich mit einem Mückenschutzmittel eingesprüht oder eingecremt. Sowohl die Mückenschutzlotion als auch das Spray haben wir vorab online gekauft. Hier findest du unser Mückenschutzspray.

Kind im Golf vom Oman

8. BUGGY UND/ODER TRAGE IM OMAN

Wir hatten sowohl einen leichten und kompakten Reisebuggy als auch eine Trage dabei. Diese Kombination hat sich für uns absolut bewährt.

Den Reisebuggy hatten wir speziell für unsere Reisen angeschafft. Beim Kauf war es uns wichtig, dass er alle für uns relevanten Funktionen erfüllt, wie etwa eine Liegeposition, ein Sonnenverdeck und einen geräumigen Ablagekorb. Zudem sollte er preiswert, handlich und vor allem leicht sein. Der Sportbuggy von Joie erfüllte all diese Kriterien und erwies sich unterwegs als guter Begleiter.

Die Straßen und Gehwege im Oman sind sehr buggyfreundlich. Wir erinnern uns an keinen Ort, abgesehen von Wegen in der Natur, an dem wir den Buggy nicht nutzen konnten. Da die meisten Airlines bis zu zwei Kindersperrgepäckstücke kostenlos transportieren, konnten wir den Buggy problemlos bis zum Einstieg ins Flugzeug mitnehmen.

Trotz des Buggys kam unsere Trage von Manduca auch immer wieder zum Einsatz.
Besonders häufig nutzten wir sie, sobald es raus in die Natur ging, beispielsweise zu den Wadis in den Bergen oder an die Strände. Ob du zusätzlich eine Trage mitnehmen möchtest, hängt natürlich von dir und deinem Kind ab. Du weißt selbst am besten, was deinem Kind guttut.

Gerade für kleinere Babys kann eine neue Umgebung mit ungewohnten Geräuschen und vielen Eindrücken schnell überfordernd sein. Nähe vermittelt Sicherheit und genau dafür ist die Trage ideal. Unsere Tochter fühlte sich von Geburt an darin geborgen. Wenn ihr alles zu viel wurde, konnte sie sich zurückziehen und ein kleines Nickerchen machen.

Da Tragen leicht und kompakt sind, nehmen sie im Gepäck kaum Platz weg. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man beide Hände frei hat, was im Reisealltag sehr praktisch ist.

Baby mit Buggy im Oman

9. AUTOFAHREN & KINDERSITZE IN IM OMAN

Autofahren mit Kindern unterscheidet sich im Oman kaum vom Autofahren in Europa. Es gibt sowohl eine Anschnall- als auch eine Kindersitzpflicht, und beides wird streng kontrolliert.

Bei nahezu allen Autovermietungen kannst du Babyschalen oder Kindersitze direkt mitbuchen. Das Problem: Du weißt nie, was dich vor Ort wirklich erwartet. Nicht nur darum, sondern auch, weil ein Kindersitz pro Tag eine zusätzliche Gebühr kostet, die sich bei einer längeren Reise ordentlich summieren kann, empfehlen wir, den eigenen Kindersitz von Zuhause mitzubringen.

Die meisten Airlines erlauben pro Kind zwei kostenlose Sperrgepäckstücke. Dazu gehört auch der Kindersitz. So reist du nicht nur günstiger, sondern vor allem sicherer, da dein Kind im passenden, gewohnten Sitz unterwegs ist.

Gut zu wissen: Viele, aber nicht alle Mietwagen verfügen über Isofix. Achte deshalb darauf, dass dein Kindersitz auch mit einem normalen 3-Punkt-Gurt befestigt werden kann. Unser Mietwagen, den wir über DiscoverCars gebucht hatten, war ganz neu und mit Isofix ausgestattet.

Wer mit dem Taxi unterwegs ist, kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass kein Kindersitz vorhanden ist. Gleiches gilt für private Flughafentransfers, Fahrten zwischen Unterkünften oder organisierte Ausflüge. Kläre deshalb vorab, ob ein Sitz verfügbar ist oder bring zur Sicherheit deinen eigenen mit.

Alle weiteren Infos zum Autofahren im Oman sowie zur Buchung des passenden Mietwagens findest du in unserem ausführlichen Beitrag Autofahren im Oman: Wissenswertes zum Mietwagen, zu den Straßenverhältnissen & Co.

Autositz für Kinder im Oman

10. STRÄNDE IM OMAN

Die Strände im Oman sind für Badeurlauber ein echtes Paradies. Entlang der gesamten Küste findest du sowohl zahlreiche öffentliche Strände als auch private Strandabschnitte, die zu Hotels gehören. Besonders beliebt sind die öffentlichen Strände rund um Maskat im Norden und Salalah im Süden.

Die meisten Strände sind naturbelassen, weitläufig und sauber. An einigen zentrumsnahen Stränden findest du kleine Cafés, Restaurants oder Foodtrucks. Je weiter du dich vom Stadtzentrum entfernst, desto weniger Infrastruktur gibt es. Das bedeutet: keine Gastronomie, keine Liegen oder Sonnenschirme, keine Toiletten und somit auch keine Wickelmöglichkeiten.

Damit du deine Strandtage im Oman trotzdem rundum genießen kannst, lohnt es sich, ein paar Dinge vorab zu bedenken:

  • Sonnenschutz mitbringen oder vor Ort besorgen:
    Die Sonne ist das ganze Jahr über sehr intensiv, daher ist ein guter Sonnenschutz unverzichtbar. Ein leichtes Pop-up-Zelt von zu Hause oder ein Sonnenschirm, den du in Supermärkten oder bei Decathlon in Maskat bekommst, sorgt zumindest für einige Zeit zuverlässig für Schatten und macht den Aufenthalt am Strand deutlich angenehmer.
  • Eigene Handtücher nicht vergessen:
    Viele Hotels erlauben es nicht, ihre Badetücher mit an den Strand zu nehmen, und Apartments/Ferienwohnungen sind oft nicht mit Strandtüchern ausgestattet. Wir hatten unsere leichten Mikrofaser-Handtücher aus Deutschland dabei, sie sind platzsparend, schnell trocknend und perfekt für den Strand.
  • Ausreichend Snacks und Getränke einpacken:
    Auch ausreichend Snacks und Getränke gehören unbedingt in die Strandtasche. Unabhängig davon, ob an deinem Strandabschnitt Gastronomie vorhanden ist oder nicht, lohnt es sich gerade mit Kindern immer, genügend Wasser, frisches Obst und ein paar kleine Snacks dabeizuhaben. Bei den hohen Temperaturen ist es wichtig, regelmäßig zu trinken. Etwas, das man am Wasser gerne mal vergisst, vor allem die Kleinsten.

Kultureller Hinweis: Der Oman ist ein islamisches, wenn auch an vielen Stellen sehr tolerantes Land. Dennoch empfiehlt es sich, an öffentlichen Stränden respektvolle Badekleidung zu wählen.
An den privaten Hotelstränden geht es meist lockerer zu, sodass westliche Badekleidung dort ohne Weiteres akzeptiert wird.

Private Strände der Hotels

Wer ein Hotel mit direktem Strandzugang bucht, kann sich in der Regel auf den Rundum-Komfort des Hauses verlassen. An den privaten Stränden stehen Liegen und Sonnenschirme bereit, Handtücher werden gestellt, und auch Duschen und Toiletten sowie gastronomische Angebote gehören meist zur Ausstattung.

Strand im Oman mit Palmen
Mit dem Bollerwagen an Strand

11. SPIELPLÄTZE IM OMAN

Öffentliche Outdoor-Spielplätze gibt es im Oman vor allem in den größeren Städten und touristischeren Orten. Besonders schöne Beispiele dafür sind der Spielplatz im Qurum Natural Park sowie der im Al Sahwa Public Park in Maskat. Wir erlebten die Spielplätze als sehr gepflegt und sauber. Aufgrund der Hitze spielt sich hier jedoch das Meiste erst am späten Nachmittag oder in den Abendstunden ab. Viele omanische Familien kommen tatsächlich erst nach Sonnenuntergang, wenn die Temperaturen deutlich angenehmer werden. Dafür sind die Spielplätze hervorragend beleuchtet, sodass auch nächtliches Spielen problemlos möglich ist.

Wer für besonders heiße Tage nach einer Alternative sucht, findet in den großen Städten zudem mehrere Indoor-Spielplätze, zum Beispiel in den Shopping-Malls. Diese Anlagen sind modern und ebenfalls gut gepflegt, allerdings fällt hier in der Regel eine Eintrittsgebühr an.

Doch die wohl schönsten Spielplätze des Landes befinden sich im Oman meist direkt vor der eigenen Haustür beziehungsweise der Hoteltür: die beeindruckende Natur selbst. Denn was gibt es Schöneres für Kinder, als stundenlang an der frischen Luft zu sein, über weichen Sand zu laufen oder zu rennen, Burgen zu bauen, über Felsen zu klettern oder im Meer zu planschen?

Spielplatz im Oman
Kleinkind im Oman am Strand

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