
Der Oman ist für viele der Inbegriff von 1001 Nacht. Doch nicht nur das. Für uns war es vor allem die tolle Kombination aus warmen Temperaturen, spektakulären Landschaften, einer faszinierenden Kultur und der unglaublichen Gastfreundschaft, die unsere Reise in das Sultanat so besonders gemacht hat.
Hinzu kommt, dass der Oman ein sehr sicheres Reiseziel ist und bislang weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben ist. So kann es gut sein, dass du an den weitläufigen, naturbelassenen Stränden oder in den Weiten der Wüste ganz alleine unterwegs bist.
Welche Highlights wir während unserer Rundreise durch den Norden des Landes zwischen Muscat, Küste, Wadis, Wüste und Gebirge erlebt haben und welche Sehenswürdigkeiten du dort entdecken kannst, erfährst du in diesem Beitrag.
Übrigens: Die vollständige Route zum Nachreisen oder als Inspiration findest du in unserem Beitrag Oman Rundreise Route für Selbstfahrer.

Im Oman hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Du kannst dich einer organisierten Rundreise anschließen oder das Land auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkunden.
Da die Distanzen zwischen den einzelnen Orten und Sehenswürdigkeiten oft groß sind und die Fahrten entsprechend länger dauern können, stand für uns schnell fest, dass wir mit dem eigenen Mietwagen unterwegs sein möchten.
Ein Mietwagen gibt dir nicht nur die Freiheit, in deinem eigenen Tempo zu reisen, sondern ermöglicht es dir auch, abgelegene Highlights zu erreichen.
Auf eigene Faust zu reisen bedeutet immer auch ein kleines Abenteuer und davon hat der Oman jede Menge zu bieten.
Wir haben unseren Mietwagen im Voraus über DiscoverCars gebucht und können die Plattform nur empfehlen.
Ausführliche Informationen zur Mietwagenbuchung, zu den Straßenverhältnissen vor Ort und dazu, ob du wirklich einen 4x4 für deine Reise brauchst, findest du in unserem separaten Beitrag Autofahren im Oman.

Eine Rundreise durch den Oman steckt voller unvergesslicher Momente, sie kann aber auch teilweise ganz schön anstrengend sein. Lange Fahrten, Hitze und viele neue Eindrücke kosten Energie. Umso wichtiger ist es, am Abend eine Unterkunft zu haben, in der man wirklich ankommen und entspannen kann.
Um dir unterwegs Zeit und Nerven zu sparen, lohnt es sich, zumindest einen Teil oder sogar alle Unterkünfte bereits im Voraus zu buchen. So stellst du sicher, dass du eine Unterkunft findest, die zu deinen Bedürfnissen passt, und vermeidest es, spontan bei einer überteuerten oder unpassenden Option zu landen.
Wir selbst haben unsere Unterkünfte über Booking.com gebucht und damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Unser Tipp: Wähle stornierbare Hotels, so bleibst du trotzdem flexibel.
Unsere Unterkunft: Fraser Suites Muscat
Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 3 Tage
Unsere Rundreise beginnt und endet in der Hauptstadt Muscat. Der Grund dafür ist einfach, hier befindet sich der internationale Flughafen des Landes.
Welche Sehenswürdigkeiten und Highlights wir während unserer Zeit in Muscat gesehen und erlebt haben, erfährst du ausführlich in unserem Beitrag Entdecke Muscat: Sehenswürdigkeiten & Tipps für Omans Hauptstadt.

Unsere Unterkunft: Kyan Caravan
Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 2 Tage
Von Muscat aus führte unsere Route in den Nordosten des Landes in die Nähe der Kleinstadt Fins. Dort wollten wir vor allem eines: endlich ans Meer.
Auf dem Weg dorthin kamen wir außerdem am bekannten Bimmah Sinkhole vorbei. Ob als kurzer Fotostopp oder als kleine Badepause auf dem Weg nach Sur, dieser Ort eignet sich ideal dafür.
Beim Bimmah Sinkhole handelt es sich um einen etwa 50 Meter breiten und rund 20 Meter tiefen Krater, der mit Wasser gefüllt ist, das in wunderschönen Türkis- und Blautönen schimmert.
Entstanden ist dieses Naturwunder durch den Einsturz von Kalkstein, der über Jahrhunderte vom Meerwasser ausgewaschen wurde. Eine unterirdische Verbindung zum Ozean sorgt dafür, dass sich hier Süß- und Salzwasser mischen und genau das verleiht dem Wasser seine besondere Farbe.
Über eine gut ausgebaute Treppe gelangst du hinunter bis ans Wasser, wo du dich erfrischen und baden kannst. Da das Wasser am Einstieg sehr flach ist, ist das Baden hier unter Aufsicht auch mit Kindern möglich.
Der Eintritt ist kostenlos. Direkt vor Ort gibt es ausreichend Parkplätze sowie Umkleiden und Toiletten.
Unser Tipp: Je früher du dort bist, desto weniger Menschen sind vor Ort. Mit etwas Glück hast du das Sinkhole sogar ganz für dich allein.

Eine Nacht direkt am Strand zu verbringen, dabei einen traumhaften Sonnenuntergang mit Blick auf das Meer zu genießen und dem Knistern des Lagerfeuers zu lauschen. Anschließend mit dem Rauschen der anrollenden Wellen einzuschlafen und am nächsten Morgen von einer vorbeiziehenden Herde wilder Esel geweckt zu werden, bevor es für ein erfrischendes Bad in den Golf von Oman geht. Dieses Erlebnis war eines der absoluten Highlights unserer Rundreise und wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
All das durften wir in einer ganz besonderen Unterkunft erleben, dem Kyan Caravan. Der moderne und sehr gut ausgestattete Caravan liegt direkt am Strand und verfügt über eine liebevoll gestaltete Außenanlage. Außerdem befindet er sich nur wenige Fahrminuten vom Bimmah Sinkhole entfernt und ist damit der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungen entlang der Küste.




Unsere Unterkunft: Tiwi Pearl
Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 2 Tage
Auf dem Weg nach Sur kommt man an dem kleinen Küstendorf Tiwi vorbei.
Tiwi ist der ideale Ausgangspunkt, um die spektakulären Wadis der Region zu erkunden, darunter das bekannte Wadi Shab und das Wadi Tiwi.
Wadis sind Flusstäler oder Schluchten, die sich nach Regenfällen mit Wasser füllen. Sie bilden einen starken Kontrast zur sonst sehr kargen Umgebung Omans. Plötzlich entstehen grüne Oasen mit natürlichen Pools, Palmen und teilweise sogar Wasserfällen. Einige Wadis sind ganzjährig zugänglich und bieten ideale Möglichkeiten zum Schwimmen, Wandern und Entspannen.
Wichtiger Hinweis: Besuche ein Wadi niemals bei Regen oder unmittelbar danach, denn es kann jederzeit zu lebensgefährlichen Sturzfluten kommen.


Das Wadi Shab lässt sich ausschließlich zu Fuß erkunden. Um in das Wadi zu gelangen, ist zunächst eine kurze Bootsfahrt notwendig, die dich auf die andere Seite des Flusses bringt. Informiere dich unbedingt vorab, wann das letzte Boot zurückfährt.
Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen, beginnt die Wanderung. Der gut begehbare Schotterweg führt etwa 20 Minuten entlang des Flussbettes vorbei an zahlreichen Palmen und einigen kleinen Obstplantagen.
Anschließend erreichst du die ersten großen, smaragdgrün schimmernden Naturpools, die sich hervorragend zum Abkühlen eignen. Doch das eigentliche Abenteuer startet erst danach. Um tiefer in das Wadi vorzudringen und weitere Naturpools zu entdecken, folgst du einem schmalen Trampelpfad entlang der Felswand. Dieser Abschnitt dauert etwa weitere dreißig Minuten und ist nicht abgesichert. Hier ist volle Konzentration gefragt, denn nicht alle Besucher sind rücksichtsvoll unterwegs. Außerdem solltest du die Gefahr von herabfallenden Steinen und Geröll keinesfalls unterschätzen.
An den hinteren Naturpools angekommen, haben geübte Schwimmer die Möglichkeit, einen Wasserfall in einer Höhle zu besuchen. Dafür schwimmst du bis zum Ende des Pools, wo der Weg durch einen schmalen Felsspalt weiterführt. Anschließend wartet ein kurzes und unkompliziertes Kletterstück auf dich. Hast du es geschafft, wirst du mit einer beeindruckenden und einzigartigen Kulisse belohnt.
Gut zu wissen: Das Wadi Shab zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Oman. Zwar verteilen sich die Besucher entlang des Weges meist recht gut, doch an den hinteren Pools solltest du damit rechnen, nicht allein zu sein.
Wer das Wadi Shab lieber im Rahmen einer geführten Tour besuchen möchte, hat hier die Möglichkeit: Geführte Tour durch das Wadi Shab.



Das Wadi Tiwi unterscheidet sich deutlich vom Wadi Shab. Es ist mit nur einem 4x4-Fahrzeug befahrbar und zudem bewohnt.
Bereits die Fahrt durch das Wadi ist ein echtes Highlight. Immer wieder eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die umliegenden Berge sowie auf grüne Oasen, Palmenhaine und kleine Dörfer. Schließlich überquerst du einen Wasserlauf und fährst weiter hinauf bis zum letzten Dorf. Dort erwartet dich der schmalste und zugleich anspruchsvollste Abschnitt der Strecke.
Im Dorf angekommen folgst du der Straße bis zum Ende. Hier warten bereits einige Einheimische, die dich gegen etwas Geld hinunter zu den Naturpools begleiten. Da der Einstieg in den Canyon kaum ausgeschildert ist, lohnt es sich, dieses Angebot anzunehmen. Zusätzlich zeigen sie dir, wo du dein Auto während deines Aufenthalts sicher abstellen kannst.
Nach etwa fünfzehn Minuten auf einem schmalen Pfad erreichst du den unteren Teil des Canyons. Dort kannst du schwimmen, klettern, Canyoning ausprobieren oder einfach in einem der natürlichen Pools entspannen. Besonders angenehm ist, dass das Wadi Tiwi im Vergleich zum Wadi Shab deutlich weniger besucht ist und du die beeindruckende Natur in aller Ruhe genießen kannst.
Gut zu wissen: Egal für welches Wadi du dich entscheidest, pack unbedingt genügend Wasser und Snacks ein.
Je nach Route und Badepausen solltest du zwischen 1 und 3 Stunden pro Wadi einplanen.

Unsere Unterkunft: Sur Grand Hotel
Empfohlener Aufenthalt: 2 bis 3 Tage
Die Hafenstadt Sur liegt nur rund 40 Fahrminuten von Tiwi entfernt. Sie bietet ihren Besuchern einige sehenswerte Orte und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Tagesausflüge in die Umgebung.
Bekannt ist Sur vor allem für den Bau traditioneller Dhows. Dabei handelt es sich um hölzerne Schiffe, die einst die Meere von Arabien bis nach Indien befuhren und eine wichtige Rolle im Handel spielten.
Der Bau einer solchen Dhow kann bis zu zwei Jahre dauern. Wer mehr über diese besondere Handwerkskunst erfahren möchte, sollte unbedingt die Dhow-Werft in Sur besuchen. Dort erhältst du einen spannenden Einblick in ein jahrhundertealtes Handwerk, das bis heute lebendig geblieben ist.
Ob zum Baden oder für einen Spaziergang, der Sur Beach ist der ideale Ort dafür. Besonders angenehm ist ein Besuch am Vormittag oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr ganz so intensiv scheint und die Temperaturen milder sind.
Auch die anderen Strände rund um Sur sind einen Besuch wert. Sie sind weitläufig, naturbelassen und eignen sich gut für einen entspannten Spaziergang oder eine Badepause.
Besonders gut gefallen hat uns der Strandabschnitt am The Beach Front Sur. Oberhalb des Sandstrandes befinden sich moderne Restaurants und Cafés, in denen man mit herrlichem Blick auf das Meer verweilen kann.
Mit etwas Glück entdeckten wir im Wasser mehrere Schildkröten, nur wenige Meter von der Küste entfernt. Sie fraßen Seegras und tauchten immer wieder zum Luftholen an die Oberfläche. Leider hatten wir keine Schnorchelmasken dabei, um sie auch unter Wasser zu beobachten. Denk daher bei deinem Besuch unbedingt daran, eine mitzunehmen.



Einen besonders schönen Blick über Sur hast du vom Al Ayjah Watchtower. Dein Auto kannst du kostenlos vor Ort parken. Von dort gehst du etwa fünf Minuten über einen Trampelpfad bergauf. Oben angekommen wirst du mit einem grandiosen Panoramablick über die Stadt belohnt, der vor allem zum Sonnenuntergang beeindruckend ist.
Auch das Al-Ayjah Lighthouse ist einen Besuch wert. Von hier hast du einen schönen Blick auf das Meer sowie auf den Sur Beach mit der Stadt im Hintergrund.




Ein leckeres Frühstück sowie den besten Cappuccino der Stadt haben wir im Phenuq Café genossen. Für ein leckeres und authentisches Abendessen können wir das Al Naseem Restaurant empfehlen, das etwas außerhalb des Zentrums liegt.

Ein paar Kilometer südlich von Sur, etwa 45 Minuten mit dem Auto, liegt das Ras al Jinz Turtle Reserve, einer der wichtigsten Nistplätze für Meeresschildkröten.
Mit etwas Glück kannst du hier nachts oder sehr früh morgens Schildkröten bei der Eiablage oder beim Schlüpfen der Jungtiere beobachten. Zum Schutz der Tiere ist dies allerdings nur im Rahmen einer geführten Tour möglich.
Dein Ticket für die Tour erhältst du hier: Ras al Jinz Turtle Reserve Tour.
Ein weiteres Highlight ist ein Tagesausflug in das Wadi Bani Khalid. Das Wadi führt ganzjährig Wasser und ist damit zu jeder Jahreszeit ein ideales Ausflugsziel. Die Fahrt von Sur dauert etwa 1,5 Stunden.
Große, türkisfarbene Naturpools mit glasklarem Wasser, die unterschiedlich tief sind und von meterhohen Felsen umgeben werden, laden zum Schwimmen, durchs Wasser gehen und Entspannen ein.
Vor Ort gibt es ausreichend Parkplätze, Umkleidekabinen sowie Treppen, die zu den ersten Pools führen. Dadurch eignet sich das Wadi auch gut für Familien mit kleineren Kindern.
Wer es ruhiger mag, kann weiter in das Wadi hineinwandern und findet dort abgeschiedenere Badeplätze. Da das Flussbett sehr steinig ist, empfehlen sich Badeschuhe.

Unsere Unterkunft: Authentic Desert Camp
Empfohlener Aufenthalt: 1 Tag
Der kleine Ort Al Wasil ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch der Wahiba Sands. Direkt hinter dem Ort beginnt die beeindruckende Dünenlandschaft dieser scheinbar endlosen Sandwüste, die mit ihren weichen Sandhügeln und warmen Farben sofort fasziniert.
Um dieses einmalige Erlebnis in vollen Zügen genießen zu können, empfehlen wir, mindestens eine Nacht in einem der Wüstencamps zu verbringen.
Von einfachen Beduinen-Camps bis hin zu komfortablen Luxus-Lodges ist hier alles dabei. Wir haben unser Camp mit Halbpension über booking.com gebucht und waren mit unserer Wahl sehr zufrieden.
Über die Camps hast du zudem die Möglichkeit, an Aktivitäten teilzunehmen, wie zum Beispiel Sandboarding, Dune Bashing (eine rasante Fahrt mit dem Geländewagen über die Dünen) oder ein Kamelritt zum Sonnenuntergang.
Doch auch ohne zusätzliche Aktivitäten kommt in der Wüste garantiert keine Langeweile auf. Spektakuläre Sonnenauf und Sonnenuntergänge, ein gemütliches Lagerfeuer am Abend sowie ein klarer Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung machen das Wüstenerlebnis unvergesslich.
Gut zu wissen: Für einige Camps oder um weiter in die Wüste hineinzufahren, ist ein 4x4 Fahrzeug erforderlich. Die meisten Unterkünfte weisen bereits im Vorfeld auf den jeweiligen Buchungsplattformen darauf hin.
Solltest du kein Allradfahrzeug haben, ist das in der Regel kein Problem. Viele Camps bieten einen Transfer ins Wüstencamp an. Der Transfer wird je nach Camp kostenlos oder gegen eine Gebühr angeboten. Während dieser Zeit kannst du dein Auto problemlos in Al Wasil stehen lassen.



Unsere Unterkunft: Aldar Inn
Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 3 Tage
Nizwa, die Stadt am Rand des imposanten Hajar Gebirges, zählt zu den kulturell bedeutendsten Städten Omans. Sie ist authentisch, geschichtsträchtig und lebendig, ohne dabei überlaufen zu wirken.
Die Altstadt gleicht einem Labyrinth aus alten, ursprünglichen Lehmbauten und für den Tourismus restaurierten Lehmhäusern. Gemeinsam verleihen sie Nizwa eine ganz besondere Atmosphäre und versprühen einen Hauch von 1001 Nacht.
Das Wahrzeichen der Stadt ist das Nizwa Fort mit seinem mächtigen, runden Turm. Von oben hast du einen großartigen Blick über die Altstadt, den Souq sowie die umliegenden Berge. Im Inneren erfährst du mehr über die Geschichte der Stadt, das damalige Verteidigungssystem sowie das frühere Leben in Nizwa.
Im Garten der Anlage gibt es außerdem ein paar Tiere zu sehen, darunter Hasen, viele Ziegen und den arabischen Oryx.
Am besten besuchst du das Fort früh morgens oder am späten Nachmittag, dann sind die Lichtverhältnisse ideal für stimmungsvolle Fotos.
Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest du auf der offiziellen Webseite.


Direkt neben dem Fort liegt der Nizwa Souq, einer der ältesten Märkte Omans. Er besteht aus mehreren Bereichen. Der renovierte und eher touristische West Souk bietet vor allem Handwerk, Keramik, Süßigkeiten und traditionelle omanische Produkte, meist zu etwas höheren Preisen.
Der Ost Souq hingegen hat sich seinen ursprünglicheren Charme bewahrt. Besonders gut gefallen hat uns der Bereich rund um die Datteln. Wer diese Frucht liebt, ist hier genau richtig, denn sie werden in unzähligen Sorten und Variationen angeboten.
Generell müssen wir jedoch sagen, dass uns der Souq nicht überzeugt hat. Auf uns wirkte er wenig authentisch, da sowohl das Warenangebot als auch die Preise stark auf den Tourismus ausgerichtet sind. Wer einen wirklich authentischen Souq erleben möchte, sollte daher eher den Markt in Seeb besuchen.


Besonders interessant ist ein Besuch am Freitagmorgen, wenn der traditionelle Viehmarkt stattfindet. Bereits früh am Morgen, etwa zwischen 6:00 und 7:00 Uhr, versammeln sich Händler aus der ganzen Region an der Stadtmauer, um Ziegen, Schafe und manchmal auch Rinder zu verkaufen.
Dabei wird lautstark über Preise verhandelt. Die Verkäufer rufen ihre Preisvorstellungen in die Menge, die potenziellen Käufer antworten ebenso lautstark. Ist man sich einig, wechseln Geld und Vieh den Besitzer – ein faszinierendes und sehr authentisches Schauspiel.
Der Viehmarkt ist inzwischen kein Geheimtipp mehr. Sei daher möglichst früh vor Ort, denn ab etwa 8:00 Uhr treffen zahlreiche Touristenbusse aus Maskat und Umgebung ein.
Nur rund 30 Autominuten von Nizwa entfernt liegt das Jabreen Castle. Für uns ist es eine der schönsten Burgen, die wir im Oman besucht haben.
Im Inneren erwarten dich schön restaurierte Räume mit kunstvollen Deckenmalereien, feinen Holzschnitzereien sowie arabischen Inschriften, die einen guten Eindruck vom Leben vergangener Zeiten vermitteln.
Von den oberen Stockwerken hast du einen herrlichen Blick über die umliegenden Dattelpalmen sowie die karge Landschaft.
Besonders lohnenswert ist ein Besuch am Vormittag oder am späten Nachmittag, wenn das Licht die warmen Farben der Burg besonders schön zur Geltung bringt.
Im Innenhof befindet sich ein nettes Café, das nach der Besichtigung zum Verweilen einlädt.
Tickets und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Webseite. Im Eintritt ist ein kostenloser Audioguide enthalten.



Wer das Jabreen Castle besucht, sollte unbedingt auch der nur etwa zehn Minuten entfernten Festung von Bahla einen Besuch abstatten. Die wirklich riesige Festung mit ihren mehrere Meter hohen Lehmwänden wurde direkt auf einem Felsen erbaut und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon aus der Ferne ist sie kaum zu übersehen.
Anders als Jabreen Castle wurde die Festung von Bahla bisher nur minimal restauriert. Genau das verleiht ihr ihren ursprünglichen und sehr authentischen Charme. Die weitläufige Anlage bietet einen spannenden Einblick in die Geschichte des Landes. Beim Rundgang entdeckst du zahlreiche Räume, Türme und Innenhöfe.
Da große Teile des Areals in der Sonne liegen und es zudem gefühlt hunderte Stufen zu überwinden gibt, empfehlen wir dir einen Besuch am Vormittag oder am späten Nachmittag.
Zur Festung gehört außerdem eine Moschee, die sich außerhalb der Mauern befindet und für die du ein separates Ticket benötigst. Rund um die Moschee liegt ein ursprüngliches Lehmdorf, das an vielen Stellen bereits stark verfallen ist, aber dennoch sehr authentische Eindrücke vermittelt. Kaum zu glauben, dass unter diesen Bedingungen heute noch eine Handvoll der Häuser bewohnt ist.
Tickets und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Webseite.



Unsere Unterkunft: the summit house
Empfohlener Aufenthalt: 1 Tag
Mit rund 3.000 Metern Höhe ist der Jebel Shams nicht nur der höchste Berg des Omans, sondern auch einer der beeindruckendsten Orte des Landes.
Schon die Anfahrt durch das Hajar-Gebirge ist ein Erlebnis für sich. Serpentinen, karge Landschaft und zwischendurch immer wieder atemberaubende Panoramen begleiten dich auf dem Weg nach oben.
Den ersten Foto- und Aussichtspunkt erkennst du an den hängenden Teppichen. Er befindet sich direkt hinter einem kleinen Teppichstand an der Straße. Von hier hast du einen herrlichen Blick auf die Lehmhäuser und Ruinen der verlassenen Altstadt von Al Hamra, die eingebettet in eine grüne Oase ist.
Bis zu diesem Punkt ist die Straße noch gut asphaltiert. Weiter oben ändert sich das jedoch. Ab hier geht es über einen extrem staubigen, teilweise sehr steilen und unbefestigten Schotterweg weiter. Zwar ist es erlaubt, diese Strecke mit einem normalen Auto zu fahren, wir würden es jedoch niemandem empfehlen.



Auf etwa 2.000 Metern Höhe erreichst du schließlich einen spektakulären Aussichtspunkt, den Viewpoint 3. Hier erwartet dich ein atemberaubender Blick in den Grand Canyon Omans. Ein Teil des Bereichs entlang der Straße ist durch eine Absperrung gesichert. Etwas weiter hinten endet diese jedoch, weshalb hier besondere Vorsicht geboten ist.
Wer Lust auf einen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen hat, findet direkt am Aussichtspunkt ein gemütliches Café mit fairen Preisen.
Gut zu wissen: Der Gipfel des Jebel Shams ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da sich dort eine Radarstation des omanischen Militärs befindet.


Doch für Wanderfreunde wartet ein anderes Highlight. Statt eines Gipfelaufstiegs gibt es den sogenannten Balcony Walk (W6 Wanderung). Der rund 4,5 Kilometer lange Weg ist mit rot-weiß-gelben Markierungen gekennzeichnet und verläuft größtenteils direkt entlang der Canyonwand. Während der gesamten Wanderung genießt du spektakuläre Ausblicke. Die Tour ist auch für weniger geübte Wanderer gut machbar, setzt jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Der schmale Trampelpfad lässt sich bei entsprechender Sicherheit sogar mit Turnschuhen bzw. Sneakers begehen.
Auf dem Hinweg geht es überwiegend bergab. Der Rückweg führt über denselben Pfad, dann allerdings wieder bergauf. Das Ende des Weges bildet ein Klettersteig, der nur von erfahrenen Kletterern mit entsprechender Ausrüstung bezwungen werden kann. Alternativ hast du die Möglichkeit, dich einer geführten Tour inklusive Ausrüstung anzuschließen.
Für die Wanderung auf dem Balcony Walk solltest du mindesten 3, besser 4 Stunden einplanen.

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Unterkunftstipp: Wir haben im the summit house übernachtet und würden es jederzeit wieder buchen. Das Haus ist groß, modern und sehr sauber, die Zimmer sind hell und ausgesprochen geräumig. Von hier aus hast du abends einen traumhaften Blick auf den Sonnenuntergang und am Morgen auf den Sonnenaufgang.
Die Unterkunft bietet alles, was man für die Selbstversorgung braucht. Eine voll ausgestattete Küche, ein Grill sowie ausreichend Platz zum Entspannen sind vorhanden. Wer es lieber bequem mag, kann beim herzlichen Gastgeber gegen eine kleine Gebühr ein köstliches Abendessen sowie Frühstück dazu buchen.
Die Anfahrt ist übrigens problemlos mit einem PKW ohne Allrad möglich.
Gut zu wissen: Nachts kann es in den Bergen rund um den Jebel Shams wirklich frisch werden. Die Temperaturen fallen nicht selten auf unter 10 °C. Pack daher unbedingt warme Kleidung für die Abend- und Morgenstunden ein.


Unsere Unterkunft: Sama Hotel Jabal Al Akhdar
Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 2 Tage
Der Jabal Al Akhdar gehört ebenfalls zum Hadschar Gebirge und bedeutet übersetzt „grüner Berg“. Dieser Name ist sehr treffend gewählt, denn in der Region gibt es zahlreiche Plantagen. Hier werden unter anderem Rosen, Granatäpfel und Aprikosen angebaut. Die grünen Terrassenfelder prägen das sonst eher karge Landschaftsbild des Gebirges.
Die Region liegt auf etwa 2.000 Metern über dem Meeresspiegel und ist für ihr mildes Klima bekannt. Die Temperaturen liegen hier rund 15 °C unter denen der Küstenregionen Omans. Daher verwundert es kaum, dass besonders im Sommer viele Einheimische in diese Bergregion kommen, um der extremen Hitze und Trockenheit zu entkommen. Doch auch bei Touristen wird der Urlaub auf dem Berg immer beliebter. Kein Wunder, denn hier gibt es mehrere Luxushotels mit spektakulären Ausblicken auf die umliegenden Berge und Schluchten sowie erstklassigem Service.
Wandern gehört zu den beliebtesten Aktivitäten auf dem Jabal Al Akhdar. Hier findest du zahlreiche Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade. Viele Routen, wie zum Beispiel die beliebte Drei-Dörfer-Tour oder die W18b, sind gut ausgeschildert. Sie führen durch kleine Dörfer und entlang der Terrassenfelder, sodass du keinen Guide benötigst.
Doch auch Klettern ist sehr beliebt. Diese Aktivität solltest du jedoch immer über einen lokalen Anbieter buchen. Die Guides kennen sich in der Region bestens aus und verfügen über das notwendige Equipment sowie die entsprechende Erfahrung.
Vom Terraced Fields Viewpoint, den du bequem mit dem Auto erreichen kannst, hast du eine fantastische Aussicht. Der Aussichtspunkt bietet einen herrlichen Blick auf eine weitläufige Granatapfelplantage.
Übrigens: Wenn du noch auf der Suche nach einem tollen Hotel mit Pool sowie großartiger Aussicht bist, aber nicht den hohen Preis eines der benachbarten Fünf-Sterne-Resorts zahlen möchtest, können wir dir das Sama Hotel wärmstens empfehlen. Es liegt direkt oberhalb des Terraced Fields Viewpoint. Sowohl von der großzügigen Terrasse als auch vom Balkon unseres Zimmers aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die spektakuläre Umgebung. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Atmosphäre hier einfach wunderschön.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Lage des Hotels. Von hier aus kannst du mehrere Wanderungen unternehmen, zum Beispiel die Drei-Dörfer-Tour, die direkt unterhalb des Hotels startet.
Eines unserer absoluten Highlights ist der unglaubliche Sternenhimmel, den du hier nachts beobachten kannst. Durch die Höhe und die geringe Lichtverschmutzung sind die Bedingungen dafür ideal.
Unser Tipp: Nimm wärmere Kleidung mit, besonders für die Abende, Nächte und den frühen Morgen. Gerade im Winter kann es hier oben überraschend kühl werden. Während unseres Aufenthalts im Dezember lagen die Temperaturen tagsüber bei nur 9 °C, während es in Maskat angenehme 25 °C hatte.


Die Anfahrt auf den Jabal Al Akhdar ist nur mit einem 4x4-Fahrzeug erlaubt. Ganz nachvollziehen konnten wir diese Regel ehrlich gesagt nicht, denn die Straßen sind durchgehend sehr gut ausgebaut und asphaltiert. Ja, sie sind stellenweise ziemlich steil und erinnern an manche Bergpässe in Österreich oder der Schweiz, doch dafür braucht es unsere Ansicht nach kein 4x4 Fahrzeug.
Trotzdem wird die Allradpflicht an einem Kontrollpunkt von der Polizei überprüft. Zudem wurden wir dort nach unserem Ziel, der Anzahl der Personen im Auto sowie unserem Herkunftsland gefragt.
Unsere Unterkunft: Mysk Al Mouj
Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 3 Tage
Die Küstenstadt Seeb, rund 30 Kilometer von Maskat entfernt, war der Abschluss unserer Oman Rundreise. Die Stadt ist kein klassisches Touristenziel, da sie im Schatten der Hauptstadt steht. Genau das war für uns jedoch einer der Gründe, unsere letzten Tage im Sultanat hier zu verbringen.
In Seeb erwartet dich ein weitläufiger Strand, der überwiegend von Einheimischen besucht wird. Dadurch ist es hier deutlich ruhiger als an den Stränden in Maskat. Die moderne Promenade wird von den Omanis gerne für einen abendlichen Spaziergang genutzt, zum Joggen oder als Fahrradstrecke für Jung und Alt.
In der lebendigen Stadt findest du zahlreiche Cafés und Restaurants. Besonders gut gefallen hat uns die Kette Barrista. Außerdem gibt es viele große Supermärkte, Malls sowie einen wirklich authentischen Souq, der nur wenige Meter vom Strand entfernt liegt. Hier erhältst du einen ehrlichen Einblick in den Alltag der Einheimischen und triffst auf Waren, die nicht für den Tourismus bestimmt sind. Während unseres Aufenthalts sind uns kaum andere Touristen begegnet.
Übrigens: Falls du noch auf der Suche nach einer wirklich tollen Unterkunft bist, können wir dir das moderne Wohnviertel Al Mouj empfehlen. Dort befinden sich nicht nur exklusive Apartments und Häuser der Einheimischen, sondern auch sehr schöne Hotels wie das Mysk Al Mouj, das Voco oder das Kempinski Hotel.
Die Anlage bietet alles, was man für einen entspannten Urlaub am Meer braucht. Dazu gehören ein privater Sandstrand, großzügige Poolanlagen, Spielplätze sowie zahlreiche Cafés und Restaurants. Außerdem gibt es einen Yachthafen, von dem aus täglich verschiedene Aktivitäten wie Bootsausflüge, Wasserski oder Jetskifahrten angeboten werden.
Ein weiterer Vorteil ist die unmittelbare Nähe zum Flughafen.
Wir haben hier drei Tage verbracht und hätten problemlos noch länger bleiben können.

Und wer einen Tagesausflug zu den bekannten Daymaniyat Inseln unternehmen möchte, ist in Seeb ebenfalls genau richtig. Die rund 18 Kilometer vor der Küste liegenden Inseln stehen seit 1966 unter Naturschutz und können daher nur im Rahmen von geführten Touren besucht werden. Von Seeb aus starten täglich Boote, die dich hinaus zu diesem besonderen Naturparadies bringen.
Neben Stopps an den Inselstränden sind bei den meisten Touren auch Schnorchelstopps inklusive. Dabei hast du die Möglichkeit, im kristallklaren Wasser leuchtende Korallen und viele bunte Fische zu entdecken. Ein besonderes Highlight sind die zahlreichen Schildkröten, die rund um die Daymaniyat Inseln leben. Mit etwas Glück kannst du während der Bootsfahrt sogar Delfine beobachten, die in dieser Gegend häufig unterwegs sind.
Für die Tour solltest du mindestens fünf Stunden einplanen. Denke daran, Handtücher, ausreichend Trinkwasser, ein paar Snacks sowie Sonnenschutz einzupacken.
Dein Ticket für die Tour bekommst du hier: Bootstour Daymaniyat Inseln.
Wer an einer rund zweistündigen Delfinbeobachtungstour interessiert ist, kann diese ebenfalls von hier aus unternehmen. Die Boote starten täglich zweimal am Vormittag.
Tickets für deine Tour erhältst du hier: Delfinbeobachtung ab Seeb.
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